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Inhalt: Kurzprosa Teil 5

Rote Sonne

Glühend am Horizont,
scheinbar nah und doch so fern,
ein Universum wärmend,
Leben schenkend,
sendet sie ihre Lichtstrahlen,
heraus aus einer blauschwarzen, unendlichen Tiefe,
und leuchtet buntschillernd, glitzernde Farbspiele,
in die Wüste eines Suchenden.

Der Fluss

Der Fluss fließt weit und tief, meine Gedanken verlieren sich in ihm,
Ich denke an Dich, fühle Deine Seele, der Strom trägt sie mit sich fort,
Niemals hielt ich an auf meinem Weg, bis ich das Meer erreicht haben würde,
Niemals dachte ich, dass Du leiden würdest, wenn ich weiterfließe.

Der Fluss ruft laut und tief, aber das Leben wird niemals kommen,
Schleife nach Schleife, sanft und scharf, wird niemals seine Welt ändern,
Niemals sah ich ein Boot auf ihm, solange sich die Jahreszeiten änderten,
Niemals fühlte ich Deine Hand in den Wellen, die Flut ist kalt und tief.

Willkommen in meinem Herzen, willkommen in meiner Liebe.

Der Fluss lacht laut und tief, aber der Winter kommt zu bald,
Ich denke an Dich, fühle Deinen Geist, das Licht geht aus,
Niemals führte ich einen Seitenarm in dem Du schwimmen und mich zähmen konntest,
Niemals kannte ich das Herz eines Flusses, die Wellen des Meeres sind blau.

Alle Jahre wieder

Am Ende des Jahres geht es los
Und es ist alles andere als famos
Wir hetzen wild, noch dies und das
fragen uns ständig, wem schenk ich was?

Die Werbung, Erwartung und Vorfreud der anderen
Sie zwingt uns zu suchen, zu kaufen, zu handeln
Doch halt mal warum, wozu diesen Stress?
Mit teuren Geschenken im ganz tollen Dress?

Was soll dieses Fest der Liebe uns sagen?
Das wir noch mehr mit Hektik und Druck uns beladen?
Es geht doch darum zur Ruhe zu kommen,
am Ende das Jahres mal zu uns zu kommen,

uns Fragen zu stellen wie warum bin ich hier?
Was wollte denn Christus, warum war er hier?
Und was haben wir Menschen zuletzt draus erkannt?
Das Heil dieser Welt liegt es in unsrer Hand?

Der Frieden der Welt ist nicht Sache der anderen,
der Großen, der Mächtigen, Politikern, die handeln,
in jedem von uns steckt der Anfang des Friedens,
das Ende des sich dauernden Bekriegens,

indem ich einmal einfach zufrieden bin,
mit dem wie es ist, mit dem wie ich bin,
ob ohne, ob mit einem Riesengeschenk,
ich meiner Freunde und Bekannten gedenk,

die ich gern hab, die mit mir ein Stück meines Wegs
gegangen sind, mich begleitet haben und unterwegs
einfach nur da waren mit ihrem Sein,
dafür dank ich von Herzen ganz ohne Reim!

Dieses Gedicht ist geistiges Eigentum von Ursula Greven

Soweit nicht anders angegeben liegen die Urheberrechte der Fotos und der Texte dieser Seite bei Michael Greven
Michael Greven / Gedankenträume.de / 2002-2012